Die richtige Flinte finden: auf zum Fachmann
Mir war von Anfang an eines sehr wichtig, dass die Flinte richtig passt und mir dieses gewisse unverwechselbare Gefühl gibt. Es ist schwer zu beschreiben, aber jeder, der diese eine Büchse oder diese eine Flinte im Schrank hat, die man herausnimmt und jedes Mal eine Freude ins Gesicht zaubert, kennt es. Dieses schelmische Grinsen mit „Die liegt mir halt!“ auf den Lippen. Genau das wollte ich auch bei meiner Flinte haben.
Coronabedingt war es zwar etwas schwierig, aber noch machbar, also ging es ab zum Fachmann, der auch selber als Schießinstructor unterwegs ist und weiß, wovon er redet. Die Optik oder gar die Marke war mir dabei eigentlich wirklich zuerst einmal egal, denn passen sollte sie. Gesagt, getan.
Und damit war ich schon mittendrin im „Wie finde ich die perfekte Länge des Schafts?“. Was wiederum zeitgleich ebenfalls hieß: Willkommen in der Welt des neuen Vokabulars – Augendominanz, Schränkung, Senkung und Pitch.

Übrigens: Die richtigen Accessoires für’s Flintentraining gibt’s bei uns im Onlineshop.
Den Arm angewinkelt, die Flinte in die entstandene Beuge zu stellen und den Zeigefinger auf den Abzug zu legen lieferte dann ziemlich schnell die Richtung des richtigen Schaftmaßes.
Darauf folgten wiederum einige Probeanschläge, die mit einer Leichtigkeit ausgeführt werden können – bleibe ich mit dem Schaft hängen, ist er zu lang, muss ich nachjustieren, ist er unter Umständen zu kurz.
Wenn ich mich noch richtig erinnere, spielte die Augendominanz keine Rolle, da ich sowieso mit rechts in den Anschlag gehe und anvisiere. Was jedoch eine Rolle spielte, war die Senkung des Schafts, also der Abstand zwischen erweiterter Visierlinie und dem Schaft – weshalb es einen verstellbaren Schaftrücken erfordern sollte.

Ich muss wirklich sagen, es war ein lehrreicher und vor allem informativer Vormittag, den ich in Pforzheim verbringen durfte. Die entscheidenden Parameter waren somit klar gesetzt – blieb nur noch die Suche nach dem richtigen Modell. Gerade wenn es an die erste passende Flinte geht,
so ging es zumindest mir, war die Auswahl überwältigend. Ich probierte, wälzte Kataloge und war mir irgendwann schnell sicher, etwas mit Holz hat Charakter.
Mein Blick fiel dann auf die Caesar Guerini Summit Black mit verstellbarem Schaftrücken in der Standardausführung.
Die richtige Flinte finden – geschafft!
Das erste Mal in Anschlag genommen, eine kleine Korrektur der Höhe des Schaftrückens und dann war es da, dieses Gefühl „Die liegt mir, die liegt mir verdammt gut!“. Unterstrichen wurde das ganze Thema noch durch die schwarze Basküle, die einen gewissen Understatement Touch gibt – ein Fußballspieler aus einer bekannten Autowerbung würde wahrscheinlich folgendes sagen: „Ein Statussymbol für alle, die kein Statussymbol brauchen!“
So kam ich zu meiner, ersten passenden Flinte, die dieses uralte Ding, welches wohl jeder von uns irgendwie im Waffenschrank hat, endgültig in die dunkle Ecke verdrängte. Seitdem begleitet sie mich auf Stamperjagd auf Hasen, auf den Entenstrich oder aber wenn der Fuchs sich dann noch mal in die Heuballenstapel verirrt.
Waidmannsheil!
Euer Jannik


Unser Autor:
Jannik Hennefarth
Jannik Hennefarth lebt für die perfekte Schrotgarbe, die Jagd und die feine Wildküche. Als erfahrener Flintenschütze und passionierter Koch verbindet er jagdliches Know-how mit kulinarischer Raffinesse. In seinen Beiträgen teilt er Insiderwissen, Tipps zur Waffenwahl und köstliche Wildrezepte – perfekt für alle, die Schießkunst und Genuss vereinen wollen.